Erinnerungen an Sturm Graz gegen Nottingham Forest 1984
Shownotes
Es war ein Skandal, bei dem Papa heute noch emotional wird. Im Jahr 1984 wurde Sturm Graz im UEFA-Cup-Viertelfinale vermutlich um die große Sensation gegen Nottingham Forest gebracht. Eine Episode über Božo Bakota, Gernot Justin, die alte Sturm-Zeit, einen bis heute umstrittenen Elfmeter in der Verlängerung und den wohl berühmtesten Kopfhörerwurf der österreichischen Sportkommentar-Geschichte.
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00:00:00: Papa, woran erinnerst du dich?
00:00:02: Wenn Du an das Rückspiel von Sturmgaards gegen Nottingham Forest im UEFA Cup.
00:00:10: Ich erinnere mich leider an den damaligen Schiedsrichter denn ohne den wäre Sturm vielleicht sogar bis ins Finale gekommen.
00:00:29: Grüß Gott und herzlich willkommen!
00:00:32: bei Erinnerungen eines Norwegerpolis.
00:00:35: Wir sind
00:00:36: Robert Segar Senior
00:00:37: und Robert Sega Junior, und wir erinnern uns hier alle zwei Wochen gemeinsam als Vatersohn an große denkwürdige spannende traurige kuriosere Ereignisse der österreichischen und internationalen Sportgeschichte!
00:00:55: Wir sind angekommen bei Episode XIV bereits – und diesmal Geht zurück zu Sturmkratz, es geht nach Kratz.
00:01:03: Es geht zu Sturm, zu deiner großen Liebe und es geht um ein Spiel das bis heute irgendwie nachhaltend im wahrsten Sinne des Wortes auch vielleicht das eine oder andere Opfer zurückgelassen hat.
00:01:18: Wir springen zurück ins Jahr in das Jahr, wo Apple seinen Macintosh vorgestellt hat.
00:01:25: Wir springten in eine Zeit zurück die lange vor der Zeit liegt bei der Sturmmeister wurde oder ähnliches Lange vor diesen Grenzeiten, die später noch kommen sollte.
00:01:37: Sturm wurde damals in der Saison vorher Vierter und wir springen wieder in ein unglaubliches UEFA Cup-Jahr.
00:01:46: Sturm erreichte damals das Viertelfinale im UEFA Cup und spielte gegen Nottingham Forest.
00:01:52: Und das war nicht irgendeine Mannschaft, das war ein großer Name im Englischen Fußball.
00:01:57: Damals die waren zweimal Europacup-Sieger.
00:02:00: der Landesmeister.
00:02:02: eine tolle Mannschaft wo man sagt wirklich ein internationales schwer Gewicht.
00:02:08: Und Sturm?
00:02:09: Das war Sturm rund um Trainer Gernot Freidel mit Poschobacca da, Andy Bichler, Walter Saria, Gernot Jurtin und einigen anderen.
00:02:18: Die haben sich so richtig in einen Europakaprausch damals gespielt.
00:02:23: Lieber Papa, nimm uns zurück in diese Zeit!
00:02:26: Was war das für eine Sturmmannschaft?
00:02:29: Wie groß war die Aufgabe gegen Nottingham Forest?
00:02:33: Die Aufgabe war enorm... Man hat das von vornherein gewusst, weil eben Nottingham zu jener Zeit wirklich eine Top-Mannschaft in England war.
00:02:42: Heute ist Nottingheim nicht mehr so stark aber damals war es wirklich eine top Mannschaft und man hat sich auch gefreut gegen eine englische Spitzenmannschaft spielen zu können.
00:02:51: Das war etwas ganz Besonderes und es war ein riesiger Gegner für Sturmen Für ganz Graziak, für ganz Österreich darf man hier sagen ein enormer Gegner bei dem man die Chance hatte vielleicht eine Schlagzeile zu schaffen.
00:03:09: Bei der man sagen konnte Sturm schlägt England!
00:03:13: So ist das.
00:03:14: Und schauen wir noch einmal ein bisschen zurück jetzt auch, wie kam es überhaupt dazu?
00:03:18: Dass die im Viertelfinale stehen, was ja damals wirklich sensationell war, gerade seine Provinzmannschaft damals in der österreichischen Meisterschaft nur vierter geworden qualifizieren sich gegen Bucharest zuerst dann legendär gegen Hellas Verona, die dann – das sollte man nicht vergessen – italienischer Meister wurden!
00:03:37: Es war unglaublich, also gegen Hellers Verona überhaupt zu bestehen.
00:03:41: War etwas ganz Besonderes!
00:03:42: Für mich war das da in den ersten Spielen die man bestritten hat – die wichtigste Partie und gegen eine italienische Mannschaft Erfolg zu haben ist immer etwas ganz besonderes.
00:03:52: Genau, haben das Hinspiel zwei zu zwei in Verona.
00:03:55: Ich glaube ich war ein Jahrhundert-Tor von Gernot Jurten der einen Gewaltschuss ins Tor setzt und dann zu Hause mit Mann und Maus verteidigt, ein Null zu Null gehalten und dank der Auswärtsregel aufgestiegen.
00:04:10: Ja unglaublich war das eigentlich!
00:04:11: Und man wird es nicht vergessen – die Fans, die damals die Gelegenheit hatten dieses Spiel sich im Stadion anzuschauen sind eine halbe Stunde nach Spielschluss noch immer im Städion gewesen und haben die Spieler gefeiert und haben gesagt dass ist unglaublich.
00:04:26: eine italienische Spitzenmannschaft zu besiegen ist etwas ganz Besonderes gewesen und ich war persönlich, sag' ich offen stolz dass die Mannschaft so gut gespielt hat.
00:04:36: Genau, vor einigen und zwanzigtausend.
00:04:38: Wir haben damals ins Liebenauer Stadion noch gepasst, ins alte Liebenau Stadien muss man sagen.
00:04:43: Dann ging es weiter.
00:04:45: Der dritte Gegner war Lokomotive Leipzig.
00:04:47: Damals war ja Deutschland noch geteilt.
00:04:49: Das waren die DDR eine Spitzenmannschaft aus der DDR.
00:04:53: Absolut!
00:04:54: Eine absolute Spitzen-Mannschaft keine Frage.
00:04:57: und die hatten auch wirklich gute Fußballer und gute Spieler.
00:05:01: Und das war, sag ich einmal so eine Zitterpartie gegen Lok Leipzig aber Sturm war damals in einer Form bei der man sagen musste ja hallo was ist denn los mit euch jetzt momentan?
00:05:14: Absolutes Spitze!
00:05:15: Und ihr könnt es gegen jeden bestehen und sowas auch.
00:05:19: Zwei zu Null Zuhause wieder gewonnen vor ausverkauften Haus zweimal gerne auf Jürgen der Torschütze Null zu eins in Leipzig, aber wieder eine Abwehrschlacht und wieder knapp.
00:05:30: Aber doch weitergerutscht!
00:05:32: Und dann kam die Winterpause.
00:05:35: Dann kam übrigens sollte man vielleicht eines Tages auch noch reden.
00:05:37: Da waren die olympischen Winterspiele in Sarajevo dazwischen mit einem unvergesslichen Abfahrtssieger Johnson.
00:05:44: Aber eigenes Kapitel... ...und dann kam es zur großen Auflage gegen Nottingham Und Sturm hat zuerst auswärts gespielt.
00:05:52: Das ist eigentlich eher immer ein Vorteil, wenn man das Rückspiel dann zu Hause haut und man auswärt, hat man denkbar knapp verloren – gut gespielt glaube ich!
00:06:02: Null zu eins verloren.
00:06:04: im Hinspiel also aus einer Standard-Situation machen die Engländer das Eins zu Null und so war die Ausgangsposition für dieses legendäre Spiel.
00:06:12: Ich war wirklich glücklich und zufrieden nach dem Auswärtsergebnis, denn wenn du nur Null zu Eins verlierst gegen eine damals englische absolute Spitzenmannschaft dann ist es etwas das du vielleicht sogar im Heimspiel gut machen kannst und vielleicht im Heimspiel sogar noch das schaffst was du am Auswärtsspiel nicht machen konntest sondern du schaffste vielleicht daheim Nottingham noch zu schlagen.
00:06:39: Es war nicht unmöglich.
00:06:40: Genau, es war der einundzwanzigste März, vierundachtzig wieder ausverkauftes Liebenauerstadion.
00:06:47: Ausgangssituationen waren klar, null zu eins nach dem Hinspiel.
00:06:52: Ein Eins-zu-null hätte für die Verlängerung gereicht und ein Zwei-zu Null wäre der Aufstieg gewesen.
00:06:59: Was war das dann für ein Spiel dieses Rückspielen?
00:07:03: Es war ... ein verrücktes Spiel kann man wirklich sagen.
00:07:07: Sturm kämpfte fast um sein Leben unter Anführungszeichen und den Erfolg.
00:07:12: Und hat auch wirklich hervorragend gespielt, und es gab nach, sag ich einmal, nach ungefähr der zweiten Hälfte beginnt eine Chance für Sturm, denn plötzlich gab's ein Faul!
00:07:28: Und der Schiedsrichter gab elf Meter.
00:07:31: für Sturm War klar, wer wird jetzt schießen?
00:07:34: Boschow-Bakko da.
00:07:35: Auf den konnte man sich verlassen.
00:07:37: er war wirklich nicht nur der Torjäger sondern der Mann, der so viel für Sturm geschafft hat und Boschows Dradan trifft!
00:07:47: Und es steht eins zu eins aus beiden Spielen und damit war alles offen.
00:07:52: Es war unglaublich eigentlich und damit war Sturm völlig gleich und da war plötzlich am Weg, noch weiterzukommen.
00:07:58: Vielleicht das erste österreichische Mannschaft jemals in ein Finale zu kommen?
00:08:03: Man durfte an alles denken!
00:08:05: Wir haben diese Phase erlebt.
00:08:06: es war unglaublich wir waren gar nicht nervös, wir waren aufgeregt bis es nicht mehr ging und im Stadion da kochte es förmlich vor Begeisterung und die Menschen sind... Ja, was heißt Minuten lang?
00:08:20: Eine halbe Stunde nach Spülbrens war der Stadion noch immer voll.
00:08:23: Und die Spieler mussten immer rundherum gehen und vor den Fans sich verneigen – das war eine Wahnsinn!
00:08:29: So etwas habe ich eigentlich bis dahin in Graz nie erlebt.
00:08:34: Kurz vor Ende der regulären Spielzeit gab es noch eine ganz große Chance ein legendärer Fallrückzieher Bosch Obakota knapp am Tor vorbei und dann kommt die Verlängerung ... Noch einmal wird wie heute gespielt, gab kein Golden Goal oder sonstiges.
00:08:50: zweimal fünfzehn Minuten Verlängerung.
00:08:53: Es war damals gleich und dann kam es zur einhundertund vierzehnten Minute.
00:09:00: was ist dann passiert?
00:09:01: Und die will ich gar nicht mehr denken.
00:09:03: das war unglaublich was da passiert ist.
00:09:06: Ich sage so offen und ehrlich und deutlich kann man sagen es war eine wirkliche Schweinerei.
00:09:10: was da basiert ist aus zwei Gründen glaube ich.
00:09:13: auf der einen Seite hat er Russische Schütze, ich will seinen Namen gar nicht mehr wissen.
00:09:19: Ich kann den gar nicht verstehen!
00:09:22: Ich kann ihn gar nicht hören.
00:09:23: Unglaublich was da ist und der gab elf Meter.
00:09:27: Ungraublich es war überhaupt nichts.
00:09:29: Da lässt sich einer fallen und ein Sturmspieler war daneben aber von einem Elfmeter war man so weit entfernt wie vor einem Tornotinghemm war und Sturm hat auf einmal gewusst.
00:09:42: jetzt kannst vorbei sein denn das war knapp vor Spielende.
00:09:45: Und dann kam der Elfmeter und ich weiß, ich war so vor lauter Wut dass ich einen Teil meiner Ausrüstung weggeschmissen habe.
00:09:56: Hinunter wir saßen ja damals unten am Spielfeld direkt also im Rande und hab's hinausgeschmissen in verlauter Wutter und gesagt das gibt es nicht!
00:10:04: Das darf nicht sein!
00:10:05: Es ist unglaublich.
00:10:06: was da passiert ist eine riesen Sauerei.
00:10:09: die da passiert wird ein englischer Club bewusst bevorzugt oder was immer man sagen konnte.
00:10:15: Es war leider so, die haben den Neu verkriegt.
00:10:18: Die haben den Elfmeter auch verwandelt und damit war es vorbei.
00:10:22: Genau,
00:10:23: dann war klar, Sie haben zwei Auswärtstore gemacht, Schumann hätte noch müssen ... Das war nicht mehr möglich.
00:10:28: dann!
00:10:29: Es hätte auch ein drei zu zweien nicht mehr gereicht.
00:10:31: Es hätte noch drei Tore in den verbliebenen fünf Minuten sein müssen.
00:10:36: Dann war's vorbei.
00:10:37: Du hast das schon gesagt?
00:10:37: Du bist ja damals gesessen Auf einem Tisch, auf der
00:10:41: Laufbahn unten.
00:10:42: Ganz und direkt am Spielfeld.
00:10:43: Also knapp vor dem Spielfeld saß man damals um wirklich hautnah am Spiel dabei zu sein Und ich hab' wirklich verlauter Wut, all meine Sachen die ich da gehabt habe, hab' ich rausgeschmissen einfach weg von meinem Kommentatorplatz Verlauterwut.
00:11:01: Es tut mir leid falls ein paar ORF-Gengsstände damals zerbrochen sind Aber man hat das verständlich akzeptiert und hat gesagt, okay bei so einem Spiel kann sowas passieren.
00:11:13: Also ist der Endfall glaube ich damals der Renner Karl?
00:11:17: Ist das richtig?
00:11:18: Ich habe irgendwo nachgelesen.
00:11:19: Der Freund von dir Gerd Renner.
00:11:23: Du hast es schon ein bisschen angedeutet jetzt ist ja Sturm nicht nur irgendeine Mannschaft sondern deine liebe Ex-Mannschaft.
00:11:32: Wie kommentiert man so etwas überhaupt?
00:11:34: Wie kann man da dann überhaupt noch seine Emotionen, du hast sie ähnlich richtig zügeln können.
00:11:39: Aber wie legt man sowas überhaupt an?
00:11:41: so ein Spiel?
00:11:42: So ein Spiel legst Du so an dass Du versuchst auf der einen Seite natürlich schon weil es auch das Heimspiel war und weil die eigene Mannschaft ja... von Publikum getrieben wird und du ja natürlich das Publikums spürst, und das Publiukum hörst.
00:11:57: Und daher auch selber natürlich viel mehr sagen kannst!
00:12:00: Wenn man jetzt auswärts gespielt hätte, wäre es schwieriger gewesen aber so war's einfach daheim zu spielen und mit dem Publikuum quasi mit der Mannschaft mitzugehen und da konnte man auch lauter werden und da könnte man auch viele Dinge einsetzen die man sonst vielleicht nicht gemacht hat, hätte man auswärtgespielt.
00:12:17: Aber... Es war halt eines der größten Spiele, die ich erlebt habe.
00:12:22: Weil es war so ungerecht dass am Schluss mit einem geschenkten Elfmeter dem großen Gegner Nottingham geholfen wurde um weiterzukommen und Sturm hatte am Ende dann das Nachsehen und nichts mehr gehabt.
00:12:40: Es war schon bitter!
00:12:41: Es war wirklich bitter für alle die im Stadion waren Für alle die zu Hause vor den Bildschirmern gesessen sind Und für mich persönlich.
00:12:50: Da hat es auch sehr, sehr weh.
00:12:52: Es hat auch ganz schön lange gebraucht bis Sturm dann wieder im Europa Cup gespielt hat, erfolgreich im Europa-Cup gespielt haben.
00:12:59: Da haben wir übrigens schon eine Folge gemacht, ich glaube das war die Folge vier in der Episode Vier, haben wir über Sturm in der Champions League schon gesprochen, aber viele Jahre später erst.
00:13:10: Das war ja auch ... Ein Spiel, das für eine ganz andere Sturmzeit steht als die über die wir schon gesprochen haben.
00:13:16: Lange vor Osim, vor Katnik, vor den Europacup-Märchen im Jahr zweitausend.
00:13:22: Das war ja dann sechzehn Jahre später.
00:13:26: Was war das damals für eine Sturmenmannschaft?
00:13:28: Wie kann man sich das Sturm damals so vorstellen?
00:13:31: Es war eine heimische Mannschaft, das muss man ehrlich sagen.
00:13:34: Denn selbst der Bosch-Opacco da war ja schon einer von uns, konnte man sagen!
00:13:38: Aber es waren kaum Ausländer.
00:13:40: Du tustest dir auch nur beschränkt Ausländern überhaupt einsetzen und daher lebst du von den Heimischen Mannschaften.
00:13:47: und Sturm hat es damals verstanden und geschickt gemacht, ideale gute Fußballer aus der Steiermark zu holen – aus der Obersteiermark und aus der Untersteiermarkt und aus Graz Entstand hier eine Mannschaft, die im Stande war einfach eine Folge zu Buchen.
00:14:05: Eine Folge zu schaffen, eine Folge zum Kriegen und es war einfach ein Vergnügen dieser Mannschaft zuzuschauen weil sie auch einen schönen Fußball gespielt hat.
00:14:16: Es war unglaublich!
00:14:16: Das hat nicht immer gedauert, das war vorher nicht und nachher hat's auch wieder länger gedauern.
00:14:21: aber in diesem Jahr wäre eigentlich – sage ich heute noch tut mir leid mit der bislang Glück und den anderen Schiedsrichter Wäre es vielleicht das Jahr des SK Sturm gewesen und vielleicht eine Krönung auch für Österreich, dass seine Mannschaft im Finale spielt der Champions League?
00:14:40: Und vielleicht
00:14:40: wird es super gewinnt.
00:14:41: Im UEFA Cup – ja, im UEFA-Cup!
00:14:43: Wir haben vielleicht noch viel Not möglich gewesen.
00:14:45: Auch Spannend.
00:14:46: Das Sturm ist erst in der Saison die Gruben gekommen.
00:14:52: Die Heimspiele in der Meisterschaft sind wieder zurückgekommen, wenn
00:14:57: der im UEfa Cup
00:14:59: dann nicht.
00:14:59: Da durfte man nicht mehr spielen.
00:15:01: Damals war glaube ich noch legendärer Sturmpräsident Gadi, der ist dann auch ein bisschen später zurückgetreten.
00:15:07: aber damals war eine tolle Zeit.
00:15:12: Es war eigentlich damals auch eine schwierige Entscheidung für die Präsidenten.
00:15:17: auf der einen Seite du wusstest genau das Sturmplatz hat maximal eine Kapazität von fünfzehn tausend Zuschauern und nicht mehr.
00:15:26: In Livenau sind es mehr als zehntausend.
00:15:30: Und das war mit auch ein Grund, warum man dann gesagt hat die großen Spiele müssen wir doch eigentlich in Livenaus spielen denn da geht's letztlich um viel Geld für die Mannschaft und die Mannschaft zu stärken und deshalb hat man dann auch in Lifenau gespielt.
00:15:44: Mir hat sehr leid getan!
00:15:45: Ich hätte ja gerne in der Gruem die Spiele Auch international gesehen.
00:15:51: Denn man hätte die Gruben auch so herrichten können, dass sie durchaus ein reguläres Stadion sind weil in England waren die Stadien teilweise auch nicht viel anders.
00:15:59: Na klar, weil die Fans waren unmittelbar dabei und so weiter.
00:16:01: Du hast das keine Laufbahn wie ihn lieben auch damals noch.
00:16:04: Das war ja noch vor dem Umbau.
00:16:06: Lass uns noch kurz über die Mannschaft von damals reden.
00:16:10: Andi Bichler der Kapitän Walter Saria im Tor Und dann Storm Duo Gernot Jurten Bosch O'Backer da und Walter Herrmann Unglücklicherweise, beteiligt war an dieser unglücklichen Elfmeter-Szene der dann ja noch lang und oft gespielt hat auch für Sturm.
00:16:27: Und bei vielen anderen Mannschaften noch... Was waren das damals für Typen?
00:16:30: Wie ist man mit denen...?
00:16:32: Was hast du mit deinen Kontakt gehabt?
00:16:33: Wie waren das?
00:16:34: Also die Schöne war damals ... Du konntest ohne Probleme, wenn du zum Spiel gekommen bist einmal in die Kabine gehen.
00:16:42: Du warst in der Kabine und hast mit den Spillern geredet.
00:16:45: Der Trainer hat nichts dagegen gehabt.
00:16:46: das war in Ordnung.
00:16:48: später dann unter Ossim war das alles nicht mehr möglich.
00:16:51: da hat sich dann alles aufgehört.
00:16:52: jetzt hat sich überhaupt viel aufgehört weil die Disziplin rund herum größer geworden ist um man nicht mehr so frei sich bewegen konnte.
00:16:59: aber damals war es ganz klar ich bin hinunter Ich bin dort reingang, wo die Spieler reingangen sind.
00:17:04: Bin dann in die Kabine, hab gesagt Servus, grüß dich!
00:17:07: Wie wollen wir heute machen?
00:17:08: Wie geht's da?
00:17:08: was machst du nun so?
00:17:09: Dann haben wir geplaudert und wie der Schiedsrichter quasi Shopfiffen hat, dass sie langsam sich vorbereiten sollen.
00:17:16: Bist Du halt als erster hinausgegangen und bist auf deinen Kommentatorplatz gegangen Und dann sind die Spieler gekommen.
00:17:21: Es war schon ein Erlebnis damals In der Gruppe dabei zu sein.
00:17:25: Das war etwas unglaublich.
00:17:26: Jetzt deswegen war es auch immer ein bisschen ungewohnt Wenn man später gespürt ist In Liebenau.
00:17:33: Und da bin ich nicht mehr auf der Tribüne gesessen, sondern damals am Anfang unten war es noch eine Laufbahn gegeben und da habe ich gesagt, ich möchte meinen Platz unmittelbar an der Laufbahn ein paar Meter vom Spielfeld entfernt.
00:17:45: Damit bleibe ich auch weiter so knapp wie bei der Gruben beim Spielfeld.
00:17:49: aber das ist dann irgendwann auch nicht mehr gegangen.
00:17:51: und dann warst du heute hinten oben und dann wartest du nicht mehr so nah am Spiel.
00:17:55: Genau in der Grube gab's ja nur, ich erinnere mich auch nach einem einzelnen Holzhaus Wo die Kabinen drinnen waren.
00:18:01: Oben war der Blattsprecher, er hat oben aus dem ersten Stock des Holzhouses rausgesprochen.
00:18:07: Ja richtig!
00:18:08: So was!
00:18:09: Der Günther schreit, der Blatt spreche und hat wirklich aus dem Holzhaus aussen gesehen und hat alles gut gemacht, was er gemacht hat.
00:18:18: Und die Kabine waren natürlich nicht unter jeder Kritik.
00:18:22: Sie waren in Ordnung keine Frage sie waren immer sauber gereinigt aber ich mein... Für ein großes Spiel undenkbar.
00:18:31: Heizutage!
00:18:32: Genau, es gibt ja glaube wir haben das in der Episode V schon einmal kurz erzählt.
00:18:36: Damals in einer viel späteren Anfangs-Era von Katnick haben sie auch noch in der Kurve gespielt.
00:18:42: und wie sie dann Il Brinci bei Giuseppe Cianini verpflichtet haben.
00:18:46: Haben Sie ihm das Stadion nicht gezeigt beim ersten Kennenlernen?
00:18:50: Weil er wäre sonst Kaminier hergekommen.
00:18:53: Ja ich glaub der am liebsten war er glaube ich wird es dann gesehen hat wieder heimgangen.
00:18:57: Es war keine Frage wer gesehen hat.
00:18:59: wo muss ich jetzt bin!
00:19:00: Das kann ja nicht sein.
00:19:01: Ich bin ein großer Fußballer aus Italien.
00:19:03: und jetzt, wo bin ich da?
00:19:04: Ich bin ja dann nicht einmal auf einem Trainingsplatz.
00:19:07: Das habe ich in Italien besser gefasst als an einem Platz!
00:19:09: Aber es war trotzdem nicht schlecht.
00:19:12: Genau, weil ich spannend war.
00:19:13: Es war ein tolles Stadion, weil es eine super Atmosphäre gehabt hat.
00:19:16: Da hat man noch den Stehplatz gehabt und passt unmittelbar dran.
00:19:19: Bleiben wir noch kurz bei der Sturrmannschaft von damals... Du hast es schon gesagt, du hast damals eine maximale Ausländerregelung von drei überhaupt die du im Kader haben durftest.
00:19:31: Sturm hatte Las Los Oculay und Bosch Obaco da auch.
00:19:35: Da merkt man woher kommen die?
00:19:36: aus den Nachbarländern?
00:19:38: Aus Jugoslawien damals und aus Ungarn.
00:19:41: Das waren so die, wo wir hergekommen sind?
00:19:44: Ja von weiter weg hast du auch gar nie jemanden geholt hat's gar nicht überlegt weil es viel zu aufwendig ist und die Spieler dann zu teuer die Transfersummen zu groß und das hat ja früher in der Form kaum gegeben.
00:19:56: Es war Gott sei Dank einfach so!
00:19:58: Und dann haben sie für mich also sage ich ehrlich gestanden einen Spieler entdeckt Den man vorher gar nicht so gekannt hat, nämlich den Bošo Bakuta.
00:20:08: Und der bleibt für mich immer in Erinnerung.
00:20:12: So einen Fußballer hat Sturm ganz selten gehabt wie dem Bošobakuta.
00:20:17: Interessant, ich weiß nicht ob du dir das erinnern kannst – Bošopakuta wurde ja im Jahr zu stürmen von Otto Baric.
00:20:25: Ja!
00:20:26: Otto Barici hat natürlich immer seine Verbindungen gehabt und hat sich da gut ausgekannt in der Nähe.
00:20:31: Da war er auch wirklich ... Einer der gewusst hat, da kann man anholen und er hat Kontakte gehabt.
00:20:39: Und dann haben ihn seine Spezie und seine Freunde aus Jugoslawien damals
00:20:44: ... Ja, war damals noch?
00:20:45: Es war damals nach und haben ihm da ein Tipp gegeben.
00:20:49: Dann hat er gesagt, wir haben einen.
00:20:50: Wir haben jetzt einen guten!
00:20:52: Er hatte wirklich recht gehabt.
00:20:54: Er war einer der besten, der je bei Sturm gespielt hat.
00:20:57: Genau.
00:20:57: Hundertsechzigmal gespielt.
00:20:59: Habt sechsundachtzig Tore gemacht und sehr interessant.
00:21:03: Er hat für Sturm geschossen und verwandelt.
00:21:09: Es gibt ganz wenige, alle Elfmeter, die sie schießen mussten verwandelt haben.
00:21:32: viel weniger verdient haben, sonst hätte sie auch sturm nicht so einen leisten können.
00:21:37: Hast du vollkommen recht?
00:21:38: Ich meine, ein Bosch-Opago da heute wäre unbezahlbar!
00:21:43: Da würden große Clubs da viel Geld ausgeben.
00:21:47: und damals war es wirklich so... Und da war er halt ein lustiger Busch einer der einfach ein bisschen mal dumm gezogen ist Und das Bisschen Geld, was er verdient hat.
00:21:58: Das war damals im Verhältnis auch nicht so wenig Geld.
00:22:02: aber zu heute war es fast lächerlich gesehen und er hat halt dann Brotzeitgeld ausgegeben gehabt und das ist ihm dann, das hat man erinnerlicht sehr weh getan.
00:22:12: Es ist ihm eigentlich nicht mehr so gut gegangen und es war eigentlich schade dass einer wie Bruschow-Bakko da ein bisschen untergegangen ist.
00:22:21: Genau, starten dann mit sixty-fünf schon.
00:22:24: Leider Gottes auch ganz früh verstorben auch Gernot Jurtin.
00:22:28: Schon mit fünfzehn Jahren.
00:22:29: Auch einer der großen Helden der Mannschaft damals.
00:22:32: Der erst mit seinen Toren gegen Leipzig und gegen Verona das überhaupt alles möglich gemacht hat.
00:22:38: Man
00:22:38: muss sich ja vorstellen können jetzt, Borussia Backe hat da abgesehen aber dass du hast einen Jürdin oder einem Büchler also zwei ganz großartige Spieler die beide auch in der österreichischen Nationalmannschaft gespielt haben die einfach zu Sturm gekommen sind und bei Sturm groß geworden sind.
00:22:54: Und eigentlich auch bei Sturm geblieben sind, also das war schon was Besonderes.
00:23:00: Genau!
00:23:00: Was ist geblieben von dem Spiel?
00:23:02: Was ist so die große Erinnerung?
00:23:03: Was is Sturmes ausgeschieden?
00:23:06: Kein Titel, kein Happy Ender... Aber wenn man heute noch einmal auf das Spiel zurückblickt ...was ist gebleiben?
00:23:12: Geblieben ist der Schützrichter in aller erster Linie.
00:23:15: Der Schütztrichter war natürlich einer der Die längste Zeit eigentlich gar nicht aufgefallen ist.
00:23:23: Er hat kein Problem gehabt, die längstezeit.
00:23:26: aber irgendwann habe ich das Gefühl gehabt am Schluss haben wir gedacht er hat gewartet auf die Möglichkeit und der hat dann genau jene Position genommen wo keine Chance mehr war das noch auszugleichen?
00:23:42: Genau es war dann vorbei und es
00:23:43: war vorbei.
00:23:44: und Schluss knapp vor Schluss.
00:23:46: und daher ... Ich kann mich noch erinnern Die Menschen waren nicht nur wütend.
00:23:51: Ich weiß gar nicht, wie viel Polizei damals da war und wie lange er warten musste in der Kabine, in seinen kleinen Holzeißel oder so, bis er hinauskam und dann haben sie was gut wo hingeführt damit ja nichts passiert.
00:24:04: aber es war natürlich so dass die Leute natürlich genau mitbekommen haben jeder einzelne.
00:24:10: das war ungerecht Das war eine Fehlentscheidung Und das war zugunsten des großen Englischen Clubs
00:24:17: Genau.
00:24:18: Und die große Zeit von Sturm kam dann später noch.
00:24:20: fünfmal Meister, siebenmal Cup-Sieger weil ja damals alles unvorstellbar das Sturmen mal so erfolgreich wird haben wir in der Episode V nicht vier wie ich vorher behauptet hat in der episode V wo wir uns an die Champions League Erfolge zurück erinnern auch ein bisschen aufgearbeitet.
00:24:37: gut Das war's dann auch schon.
00:24:38: damit sind wir wieder am Ende dieser Episode angekommen.
00:24:41: dies Mal ging es wieder einmal um Sturm Graz.
00:24:44: Es ging um einen Denkwürdiges, auch ein bisschen trauriges, skandalöses Spiel gegen Nottingham Forest, in der Sturm ganz kurz davor war.
00:24:54: Eine der ganz großen englischen Mannschaften aus dem Bewerb zu werfen.
00:24:58: Es ging um die Helden von damals, Bojo Bako da, Gernot Jurtin und so... Ein Spiel das Sturm ver verloren hat aber dass es im Unvergesslich ist.
00:25:06: Und?
00:25:09: jenem Zeitpunkt die Chance etwas zu schaffen, was bis heute noch kein österreichischer Klub geschafft hat in ein Finale zu kommen und diesen Finale dann vielleicht
00:25:18: Erfolg zu haben.
00:25:19: Genau also der Erfolg ist ja noch ausgeblieben.
00:25:21: wir hatten Salzburg war dann im Finale im Euphorkabamm auch in der Folge mit Otto Baric gemacht.
00:25:26: aber wirklich zu gewinnen ist noch ausständig.
00:25:29: genau wird vielleicht auch für ihm ausständiger bleiben wird man sehen weil es international immer immer schwieriger wird.
00:25:36: so Das war's für heute, das war Episode XIV.
00:25:39: Vielen Dank fürs Zuhören!
00:25:41: Fürs dabei sein.
00:25:41: wenn ihr uns was schreiben wollt, Episodenvorschläge habt dann schreibt uns bitte auf Instagram unter norwegabulli.at oder ein E-Mail an Podcast at norwegebullipunkt.at.
00:25:53: Wir freuen uns über Feedback über eure Zuschriften und freuen uns vor allem wenn ihr das nächste Mal in zwei Wochen wieder Einschaltet wieder reinhört, wenn wir uns wieder gemeinsam an die Geschichten des Norweger Pullis erinnern.
00:26:06: in diesem Sinne.
00:26:07: Ciao, boba und auf Wiederhören!
00:26:09: Servus, grüß euch und ihr habt wieder viel Spaß gemacht!
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