Erinnerungen an den Sturz von Hermann Maier in Nagano 1998 und seine Auferstehung
Shownotes
Die Erinnerung daran, wie aus einem Sturz ein Mythos wurde. Wir springen zu den Olympischen Spielen in Nagano 1998 und erleben, wie Hermann Maier spektakulär aus dem Abfahrtslauf fliegt und drei Tage später wie ein „österreichischer Phönix“ zurückkehrt und zwei Mal Gold holt. Ein Rückblick auf Angst, Staunen und die Geburt einer weltweiten Sportlegende.
Original-Kommentar: https://www.youtube.com/watch?v=60DWsrTnDRs
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00:00:00: Papa, woran erinnerst du dich, wenn du an den Sturz von Hermann Meier bei den Olympischen Winterspielen in Nagano-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mannes-Mann
00:00:29: Und wir waren alle glücklich und zufrieden, dass dem Herrmann nichts passiert ist.
00:00:43: Grüß Gott und herzlich willkommen
00:00:46: bei der ersten Episode unseres Podcasts Erinnerungen eines Norweger Pullovers.
00:00:51: Wir sind
00:00:52: Robert Seger Senior
00:00:53: und ich bin Robert Seger Junior der Sohn und wir erinnern uns hier gemeinsam in diesem Podcast an die denkwürdigsten, spannendsten, merkwürdigsten, kuriosesten und wildesten Sportereignisse aus der österreichischen Sportsgeschichte der letzten gut sechzig Jahre.
00:01:13: Mit einer ganz besonderen Verbindung, nämlich dass du, lieber Papa, all diese Sportereignisse nicht nur selber miterlebt hast, sondern sie für uns kommentiert hast und uns diese Momente direkt ins Wohnzimmer gebracht hast.
00:01:27: Und an diese Momente werden wir uns wieder so ein bisschen zurück erinnern.
00:01:32: Und bevor wir hier jetzt dann wirklich mit unserer allerersten Episode beginnen, vielleicht hören auch ein paar jüngere Menschen hier draußen zu, die sich gar nicht mehr so richtig an dich erinnern könnten.
00:01:44: Kannst du dich vielleicht einmal kurz vorstellen, wer bist du, was hast du früher so gemacht, damit wir alle das noch einmal im Kopf und in Erinnerung bekommen.
00:01:54: Ja, ich sollte eigentlich ein Papierhändler werden und habe eine ganz andere Aufgabe gehabt als junger Busche.
00:02:02: Dann kam alles anders und irgendwie hat jemand gesagt, Geht doch zum ORF, geht ins Landesstudio Steiermark, geht zu denen.
00:02:10: Und ich ging dort hin und anscheinend war das genau das, was mir besonders gelegen ist.
00:02:16: Und ich durfte dann beim Landesstudio anfangen, durfte dort Reportagen machen, durfte dort Interviews machen und es war einfach eine unglaubliche... Vorstellung für mich war etwas Besonderes.
00:02:30: Damals gab es noch kaum ein Fernsehen im Landesstudium, sondern es war das Radio.
00:02:34: Und dieses Radio war etwas, was mich so fasziniert hat.
00:02:38: Und ich muss offen und ehrlich sagen, ich habe dann von Jahr zu Jahr immer mehr gemacht.
00:02:44: Ich habe den Sport immer mehr in den Vordergrund stellen können, weil ich mich für den Sport selber so interessiert habe und habe den aktuellen Dienst etwas zurückgestellt.
00:02:53: Und dann kam so viel dazu, dann kam dem Lauf mit der langen Zeit, kam ein Olympisches Spiele, kam ein Weltmeisterschaftnis, kam alles dazu.
00:03:00: Ich will das gar nicht aufzählen, weil dann würde ich allein den ganzen Podcast sprechen, sondern ich möchte nur sagen, so etwas zu erleben ist etwas, was nur wenigen Menschen möglich ist und ich bin stolz darauf und sage allen Danke, die es mir ermöglicht haben.
00:03:16: Ja, danke.
00:03:16: Und irgendwie sind wir jetzt auch fast wieder in ein modernes Radio zurückgekehrt.
00:03:21: Der Podcast ist das Radio Medium der letzten Jahre geworden.
00:03:26: Berühmt bist du auch dafür, auch das sollte man vielleicht noch sagen, wer sich über den Titel gewundert hat für eine Norweger Pulli, zumindest bei den Skirennen, den du immer anhattest.
00:03:36: Wie es dazu allerdings kam, das erzählen wir mal in einer ganz anderen Episode als heute.
00:03:41: Und noch eines möchte ich kurz vorausschicken, wenn sich einer fragt, na wie alt ist denn der schon, der das alles miterlebt hat?
00:03:49: kann man auch verraten, nächstes Jahr wirst du uf' uf' uf' uf' uf' uf' uf' uf' uf' uf' uf' uf' uf' uf' uf' uf' uf' uf' uf' uf' uf' uf' uf'.
00:04:19: Wie glaube ich sonst nie mehr vorher oder nachher aus einem österreichischen Sportler einen globalen Helden gemacht.
00:04:25: So einen Art letzten germanischen Helden.
00:04:28: Und wie der Wieland der Schmied ist er aus dem Schnee auferstanden und kam in Late Night Shows.
00:04:35: Eine Hermann Mania begann.
00:04:38: Die Legendenbildung des Hermann Meier beginnt am threizenden Februar.
00:04:45: Bei den Olympischen Winterspielen in Agano stand der Abfahrtslauf am Programm.
00:04:52: Kannst du uns noch einmal dorthin mitnehmen in diesen Lauf?
00:04:57: Wie war die Erwartungshaltung?
00:04:59: Und was ist dann passiert in diesem Abfahrtslauf?
00:05:04: Ja, es war für uns alle, die dort waren, natürlich der Hermann, auf den wir gewartet haben.
00:05:09: Hermann Mayer war da der Topfavorit und Hermann Mayer hat quasi auch die Aufgabe gehabt zu gewinnen.
00:05:15: Das war eine ganze Nation, hat gewartet, dass der Hermann gewinnt.
00:05:19: Und ich muss offen und ehrlich sagen, der Hermann Mayer war ein Urviecht, das muss man sagen.
00:05:24: Er war ein anderer Mensch als viele andere Sportler, mit denen er man zu tun hatte.
00:05:28: Er war einer, der unbedingt den Sieges Willen in sich hatte, hätten den anderen auch so gehabt, wie den Hermann Mayer, hätten manche auch mehr gewonnen.
00:05:37: Aber ich muss eine sagen, der Hermann war ein Mensch, der nicht so nahbar war wie andere, man hat nicht so einen engen Kontakt zum Hermann gehabt.
00:05:45: Er hat dich respektiert, du hast ihn respektiert, aber diese persönliche Freundschaft zum Hermann Mayer hat es gar nicht so gegeben, denn der Hermann war ein Einzelmensch, wenn man so will.
00:05:58: Der Hermann Da kann ich eine lustige Episode noch erzählen aus dieser Zeit.
00:06:03: Der Hermann war einer, der am liebsten allein trainiert hat.
00:06:08: Und er hat es gar nicht gern gehabt, wenn die anderen zu viel trainiert haben.
00:06:11: Und da erinnere ich mich an eine ganz lustige Episode.
00:06:14: Der Hermann Meier hat allen gesagt, so Schluss aus zum Trainer aus.
00:06:18: Wir haben genug trainiert und die Trainer haben gesagt, ist in Ordnung, machen wir Schluss.
00:06:22: Was hat der Hermann gemacht?
00:06:23: Der Hermann ist verschwunden, ist gegangen, ist allein trainieren gegangen.
00:06:27: Die anderen waren im Hotel, haben sich erholt und der Hermann hat allein trainiert.
00:06:31: Das war eines der Markenzeichen des Hermannmeiers.
00:06:35: Das muss man offen und ehrlich sagen.
00:06:38: Und wie war das damals?
00:06:39: jetzt zurück bei diesem Abfahrtslauf?
00:06:41: Ich glaube, du hast übertragen mit Armin Assinger damals schon, oder?
00:06:44: Es war bei uns mitten in der Nacht.
00:06:46: Nagano Hermann Meier kam mit Startnummer vier.
00:06:50: Und weißt, kannst du dich noch so an diesen ersten
00:06:54: paar Sekunden
00:06:55: des Rennverlaufes erinnern?
00:06:57: Was ist damals geschehen?
00:07:00: Der Herrmann ist losgefahren und wir haben nicht nur die Daumen gedrückt, sondern haben gewusst, der Herrmann
00:07:07: kann
00:07:08: und muss und soll dieses Rennen gewinnen, offen und ehrlich.
00:07:11: Und auch der Armin war natürlich auch da und hat auch mitgefiebert und hat gewusst.
00:07:17: Und dann auf einmal, wirklich aus dem Nichts, sage ich ganz offen, bei dem verrückt fahrenden Herrmann Meier, so kann nur Anna fahren wie der Herrmann, hebt er ab, wir bleiben still auf einmal, Er stürzt hinunter und wir haben gedacht, um Gottes willen, was ist dem Hermann Meier jetzt passiert?
00:07:37: Es dauert ein paar Sekunden und er steht auf und winkt zum Publikum.
00:07:43: Hermann Meier ist unsterblich geworden durch diese Tat, die er gehabt hat.
00:07:47: Ich muss wirklich offen und ehrlich sagen, eins war mir auch klar zu dem Zeitpunkt.
00:07:51: Die olympischen Spiele sind für den Hermann Meier vorbei.
00:07:55: Denn so einen Sturz, den kannst du nicht ohne Konsequenzen und Folgen überstehen.
00:08:00: Das ist klar, aber so war es ja nicht.
00:08:03: Der besondere Twist dieser Geschichte kommt ja noch der ganz große Favorit.
00:08:08: neben der Abfahrt war er nicht im SuperG.
00:08:10: Das war seine Parade-Disziplin.
00:08:14: Der Sturz war am threizenden Februar und schon drei Tage später stand dieser SuperG am Programm und drei Tage später noch einmal der Riesenturlauf.
00:08:24: Du hast es schon gesagt, man hat eigentlich gesagt, der kann nicht wieder Skifahren.
00:08:29: Es war ein Wunder, dass er überhaupt wieder aufgestanden ist.
00:08:32: Aber was geschah denn so in diesen Tagen nach dem threizenden Februar?
00:08:39: Ab wann war klar, der fährt tatsächlich den Super-Ski?
00:08:43: Also wenn ich ehrlich bin, also die ersten beiden Tage... War stillschweigen, man hat auch von ... es war nix gehört, man hat auf keinem Arzt etwas gehört.
00:08:52: Es war konsequente Ruhe und alle haben gewusst, dem geht's nicht gut, dem kann es nicht gut gehen, der kann doch jetzt nicht an der Fahrt fahren.
00:09:00: Und erst nach zwei Tagen, einen Tag vor dem Rennen, dann heißt auf einmal der Hermann Meyer, geht zur Auslosung, ist dabei und wird fahren.
00:09:09: Das gibt's ja gar nicht, das ist ja unmöglich, so ein Sturz.
00:09:12: Hat ja selten jemand überhaupt so überstehen können wie der Hermann Meyer.
00:09:16: Und dann war es tatsächlich so, dann kommt der Herrmann aus dem Nichts heraus und wird endgültig unsterblich, denn er hat dann gewonnen.
00:09:26: Also das heißt, es gab dazwischen auch keinen Kontakt für die Reporter, man hat nicht mit dem irgendwie sprechen können oder sonst sonst sonst irgendetwas.
00:09:35: Weißt du noch, kannst du dich dann auch irgendwie daran erinnern, wie diese Wie diese Übertragung auch war, wie dieser Moment war, wo der dort fährt?
00:09:44: und du sagst, der wird jetzt gewinnen, war damals schon klar, das ist, er schreibt hier Sportgeschichte.
00:09:50: Na war nicht überhaupt nicht klar, du hast einmal gebannt, dass es halbwegs gut geht, weil du hast ja nicht einmal genau gewusst, was er noch für Probleme hat, für Schmerzen noch hat, ob er überhaupt ordentlich fahren kann.
00:10:00: Und es ging alles so leicht.
00:10:02: und dann kommen die Zwischenzeiten und der ist vorne und der ist immer weiter vorne und der fährt dahin wie vom Himmel gekommen.
00:10:10: Es war unglaublich.
00:10:11: Ich werde es nie vergessen.
00:10:13: Niemals hätte man es für möglich gehalten, dass einer nach solchen Stürzen drei Tage später ein Rennen gewinnen kann.
00:10:20: Der Herrmann war eine Sonderfigur, das sage ich ganz offen.
00:10:26: Und der Herrmann hat es geschafft.
00:10:27: Es war unglaublich.
00:10:29: Und wie er im Ziel war, Da immer gedacht so und jetzt schlagt ihn keiner mehr.
00:10:33: Weil er hat sich mit klaren Abstand an die Spitze gesetzt, hat eine halbe Sekunde Rückstand Forschung gehabt und den Rückstand der anderen, das war ihm wurscht, das war ihm völlig wurscht.
00:10:42: Der Herrmann war befreit und der Herrmann hat ihm Ziel gejubelt und er hat ihm Ziel schon zum Ausdruck gebracht und das werde ich auch nicht vergessen.
00:10:54: Jetzt schlagt mir keiner mehr.
00:10:56: Ich, der Herrmann, habe jetzt das gewonnen.
00:10:58: Und wenn ich auch in der Abfahrt gestürzt bin, aber jetzt habe ich gewonnen und das ist meine Disziplin, den Super G, den Queenie.
00:11:05: Und vielleicht hat er damals, kann man nicht mehr so genau erinnern, dass er auch noch dazu gesagt hat, und den Riesendollar vielleicht auch.
00:11:11: Ja, weil es ging ja dann noch weiter.
00:11:13: Ich meine, das muss man sich ja vorstellen.
00:11:16: Jetzt hat der Super G auch die goldmeteilige, die olympische goldmeteilige gewonnen.
00:11:23: Im Riesentone war er auch ein großer Favorit, nicht vielleicht nicht der ganz große Favorit.
00:11:29: muss auch zwei Durchgänge fahren, ist noch einmal eine große Herausforderung dazu.
00:11:36: Was ist denn da so?
00:11:38: Was ist denn da, die ja besonders in Erinnerung geblieben, rund um diesen Riesendorlauf?
00:11:44: Da waren ja auch einige andere legendäre Österreicher dabei.
00:11:47: Da kam das Comeback von Stefan Eberhardter, der auch sozusagen hier ein bisschen untergegangen ist fast in diesem unglaublichen Comeback.
00:11:57: Wie?
00:11:58: Wie hast du diesen Riesentorlauf erlebt?
00:12:01: Nach dem Sieg im Super G war ganz klar, alles schaut nur auf den Hermann Meier im Riesentorlauf.
00:12:07: Denn dem Hermann war es zuzutrauen nach dem Sieg im Super G, dass auch den Riesentorlauf gewinnen kann oder gewinnen wird.
00:12:14: Und die anderen... Die waren eigentlich am Rande, wie soll man sagen, wie kann man das am besten bezeichnen?
00:12:22: jedenfalls, keine Gegner für ihn.
00:12:25: Herrmann ist allein gefahren, Herrmann ist für sich allein gefahren und hat den Rest der Welt stehen gelassen und das war unglaublich.
00:12:33: Ich werde nagern und nicht vergessen den Das, was ich dort erleben durfte, durch den Hermann Meier, habe ich in den vielen anderen Olympischen Spielen, wo ich war, oder den vielen Tausend Skierinnen, die ich erlebt habe, nie gesehen.
00:12:46: Ein Mensch wie Hermann Meier, der mit einer Sicherheit an den Start dann geht und sagt,
00:12:54: ich
00:12:54: werde gewinnen.
00:12:56: Und das hat ihn so stark gemacht.
00:12:59: Ja, und jetzt hast du schon diese wunderbare Übergeleitung gemacht zum dem Menschen Hermann Meier, der ja offenbar getrieben war von einem unfassbaren Ehrgeiz, ein fast ein Übermensch, der dann aufgrund dieser gewaltigen Bilder ja auch in Amerika, in Late Night Shows und so weiter war, wenn du den aber heute siehst, in der Reifeißenbärbung, wo er noch präsent ist, wirkt er eigentlich wie es ein bieterer Familienvater.
00:13:28: Was war denn das?
00:13:29: Du hast es vorher schon kurz gesagt, ein nicht sehr nahbarer Mensch, der Herrmann Meier.
00:13:33: Wie hat denn der selber erstes nachher darauf reagiert?
00:13:36: Hat man mit dem drüber reden können.
00:13:38: oder war das für den?
00:13:39: war ihm selber bewusst, dass das was Besonderes war oder war für ihn einfach, ich habe nur meinen Job gemacht?
00:13:46: Ich glaube, das hat er nicht gedacht, ich habe meinen Job gemacht.
00:13:48: Der Herrmann hat schon genau gewusst, der Olympiasieg Das ist das, was ich brauche und mit diesem Olympia-Sieg wäre ich unsterblich.
00:13:58: und das ist er auch geworden.
00:14:00: Und wie das alles zustande gekommen ist, war etwas ganz Besonderes.
00:14:04: Das muss man offen und ehrlich sagen.
00:14:05: Und wie er den ersten Bewerb dann gewonnen hat, nämlich den Super G, dann war für die meisten klar, der gewinnt auch den Riesentorlauf.
00:14:14: Denn der Herrmann ist dann so aufgegangen, hat so aufgeblüht und hat alle Schmerzen, die er immer noch gehabt hat bei all dem Wildensturz.
00:14:23: Hat er vergessen.
00:14:24: und er hat auch den Riesenturlauf Subaren gewonnen, auch mit einem respektablen Abstand.
00:14:29: Da heutigen Zeit gibt es solche Abstände gar nicht mehr wie damals.
00:14:33: Und der Herrmann, wir alle haben gerätseln gesagt, es gibt es nicht.
00:14:37: Der Mensch stürzt schwer, kehrt eigentlich ins Spital oder zumindest ins Krankenbett und gewinnt drei Tage später den Super G und weitere drei Tage später den Riesenturlauf.
00:14:47: Es war unglaublich.
00:14:48: Also einen Menschen wie den Herrmann Meyer, so einen habe ich Eigentlich vorher und nachher nie wieder getroffen, denn ich habe so viele Freunde gehabt im Albinien-Ski-Sport.
00:14:59: Liebe, nette, tolle, erfolgreiche Sportler, aber die waren alle anders als der Herrmann.
00:15:04: Keiner war so besält und so eingestellt darauf, ich muss gewinnen.
00:15:11: Jeder wollte gewinnen von den anderen.
00:15:13: Aber der Herrmann hat es zum Ausdruck gebracht, das war unglaublich.
00:15:18: Man hat schon gesehen, wenn der durchkommt, dann schlagt ihn niemand.
00:15:21: und genauso war es mit dem Hermann Meier.
00:15:23: Und konnte man auch mit dem so normal reden?
00:15:26: Ist man mit dem auf ein Bier gegangen?
00:15:29: Es gibt ja auch, um den Hermann Meier ranken sich ja viele Legenden, ja auch wilde Exzesse und Ausnüchterungszellen und was auch immer hier sich alles rankt.
00:15:40: Wie hast du denn so auch jetzt neben dem extremen Sportler so abseits der Piste mal erlebt?
00:15:47: Also gerade wenn ich ehrlich bin, mit zum Hermamei habe ich immer einen guten Kontakt gehabt.
00:15:50: Das war nicht diese enge Freundschaft, die konntest du nicht haben, weil er eben ein Einzelgänger war.
00:15:56: Aber eine echte Freundschaft hat es gegeben, wahrscheinlich weil ich auch von seinen Siegen ungefähr fünf oder neun Prozent übertragen habe in der Zeit.
00:16:05: Und daher war es ihm klar, das ist der, der mir meine Siege noch schöner macht oder der meine Siege der Welt kommentiert.
00:16:15: Und deswegen muss ich offen und ehrlich sagen, meine Beziehung zum Hermann war immer gut.
00:16:19: Und wenn ich ihn heute sehe, dann ist er für mich eigentlich ein ganz sympathischer, normaler Mensch, wie wenn der Mann von der Straße oder sonst wen trifft.
00:16:27: Er hat keine Star erlühren überhaupt nicht, obwohl er es haben könnte.
00:16:31: Denn das, was er geschafft hat, das wird ihm keiner mehr so leicht nachmachen.
00:16:35: Man darf nie sagen nie, aber so leicht nicht.
00:16:38: Und daher sage ich, der Hermann war ein Mensch und ist ein Mensch geblieben.
00:16:44: Und deswegen muss ich offen und ehrlich sagen, habe ich zum Hermann Meyer immer einen besonderen Draht gehabt, obwohl wir keine enge Freundschaft miteinander gehabt haben.
00:16:54: Aber es war ein enger Draht, man hat miteinander gemeinsam so viel erleben dürfen.
00:16:58: Und ja, Hermann, danke für die Erfolge.
00:17:02: Ja,
00:17:03: sehr schön.
00:17:04: Kommen wir jetzt am Schluss unserer ersten Episode noch ein bisschen so.
00:17:09: Ein bisschen so Hintergrundgeschichten, wenn wir dich schon einmal da haben.
00:17:13: Winterspiele in Nagano, Japan.
00:17:15: Also ich damals ja natürlich zu Hause, ich war ja immer zu Hause bis auf ganz wenige Male, wo ich mit war, aber nie beim Skifahren.
00:17:22: Aber damals war ja, ich kann mich erinnern, das war doch auch die die olympischen Spiele, die sehr viel von Verschiebungen geprägt waren, dass die Rennen waren, waren spät nachts.
00:17:33: Jetzt kenne dich ja auch, jetzt ist Japanisches Essen und so, nicht unbedingt deine liebste Speise.
00:17:41: Wie hat man denn als Reporter so eine G-WM, sag ich, eine olympischen Spiele in einem Land wie Japan erlebt?
00:17:51: Naja, man hat es einfach erleben müssen, denn du hast deshalb einfach nur gewartet auf die Rennen.
00:17:58: Du hast dich auf das andere nicht sonderlich interessiert.
00:18:00: Die kann das ganz offen und ehrlich sagen.
00:18:03: in denen wir gewohnt haben, die Zimmer waren klein, die Betten zu kurz, also es war her, ein bisschen mühsam, mehr längere Füße koppert, hat die müssen hinten ausgeholt, das war keine Frage des Essen, das es gegeben hat, sage ich offen und ehrlich, ist nicht ganz meins, ich bin jetzt kein großer Fan des japanischen Essen, bitte nicht bösern, liebe Japaner, aber ich bin jetzt kein großer Fan und ich muss offen und ehrlich sagen, es war alles anders.
00:18:29: als sonst.
00:18:29: Wenn du in Europa bei irgendeinem Ort bist, dann ist alles ähnlich, ist alles gleich, aber Japan, das war ganz anders, eine andere Welt und daher hat man in dieser Zeit eigentlich mehr Kontakt zu den Rennen gesucht als sonst.
00:18:46: Dieses Nebenbei, wo man was macht, wo man ausgeht, wo man wohin geht, das gibt es dort in Japan nicht, außerdem, wo man da war, da war alles klein, alles ... Und Essen war halt auch, sage ich, jetzt Japanisch eben.
00:19:02: Manche werden es auch gerne mögen.
00:19:04: Aber ich muss sagen... Es war einfach so, dass man halt gerne zusammengesessen ist dann mit den anderen und du bist halt dann mit Kollegen zusammengesessen.
00:19:14: Das war das Einzige mit denen man Kontakt hatte, weil die Sportler waren dann auch wieder woanders.
00:19:19: Du hast dann keinen Kontakt mehr gehabt.
00:19:20: Es war doch immerhin schon eine Zeit die Spiele von Nagano, wo die Sportler nicht mehr den Freien Weg gehabt haben.
00:19:30: zu den Journalisten, weil wir das ja am Anfang, wie sie angefangen haben, da sind wir ja bei uns gesessen.
00:19:34: Dann haben wir gemeinsam Bier getrunken, sag ich ganz offen, wird mir keiner böse sein, weil Bier war nicht verboten damals, und das hat ihnen auch gut getan.
00:19:42: Und damals war das dann nicht mehr der Fall, das war schon alles getrennt und das war so, dass wir mit den Zuschauern keinen Kontakt mehr haben können, weil die haben die nicht verstanden und du vor allem sie nicht, muss man offen und ehrlich sagen.
00:19:54: Und es gab natürlich ... kulturellen Momente, Höflichkeit, weil oberstes Gebot.
00:20:02: Da habe ich viel gelernt, das habe ich ganz offen und ehrlich, weil man, wenn man so etwas dann erleben kann, wie es dort zugeht und wie es da gemacht wird, dann denkt man eigentlich daran, es hat schon einen Sinn, eine gewisse Form der Höflichkeit einzuhalten.
00:20:17: Ja, ich sage ganz offen, Rituale, die gibt es natürlich in Japan, aber die sind uns nicht so sonderlich überraschend gekommen, das sage ich ganz offen, aber man war bescheiden auf einmal.
00:20:28: Man hat auf vieles verzichtet, was du anderswo geschimpft hättest.
00:20:33: Wenn das jetzt gewesen wäre, diese Spiele in Europa irgendwo in einem modernen Ort und so, und wir hätten das essen und ... die Unterkünfte und die Betten und das bekommen, dann hätten wir einen Wirbel gemacht.
00:20:48: So war mein Japan und haben gesagt, okay, das ist Japan und das ist das Leben der Menschen dort.
00:20:53: Ja.
00:20:54: Und das war unser erster Podcast.
00:20:57: Der Versuch hier, uns an die großen Momente der österreichischen Sportgeschichte zu erinnern.
00:21:03: Wir haben ein ikonisches Erlebnis vorangestellt.
00:21:07: Ihr habt es gemerkt.
00:21:07: Auch heute spürt man deine Begeisterung für den Hermann Meier, für diesen unglaublichen Moment.
00:21:13: Und wer das nicht mehr im Kopf hat, schaut sich an.
00:21:16: Ihr braucht es nur.
00:21:17: Googling auf YouTube schauen, die Nagano Hermann Meier stürzt, wie der dort.
00:21:23: quasi in der Luft liegt und plötzlich dann auf dem Boden fallt.
00:21:26: Also ganz unglaublich.
00:21:28: Ja, ich hoffe, ihr hattet ein bisschen Spaß beim Zuhören, habt ein bisschen was mitnehmen können und wir werden auch bald wieder eine neue Episode aufnehmen.
00:21:39: Wir werden den Skisport für einen Moment beiseite geben.
00:21:41: Das nächste Mal wenden wir uns dem Fußball zu.
00:21:44: In diesem Sinne, ciao, auf Wiedersehen.
00:21:47: Servus, Grüß euch.
00:21:49: Ciao, danke.
00:22:01: Produziert
00:22:02: das Pott.
00:22:04: Deine Podcastagentur.
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