Erinnerungen an den ersten Sieg von Annemarie Moser-Pröll 1970
Shownotes
Die Erinnerung daran, wie ein 17-jähriges Ausnahmetalent zur Legende wurde. Wir fahren nach Maribor ins Jahr 1971 und hören zu, wie die junge Annemarie Moser-Pröll ihren allerersten Weltcupsieg feiert. Ein Moment, der nicht nur eine Jahrhundertkarriere einleitete, sondern auch der Startschuss für die Sport-Reporter-Laufbahn von Robert Seeger wurde.
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00:00:00: Papa, woran erinnerst du dich?
00:00:03: Wenn Du an den ersten Weltkappsieg der Anne-Marie Mosa Preul am siebzehnten Jänner neunzehntundsebzig in Maribord denkst.
00:00:11: Ich erinnere mich erstens einmal daran dass es mein erstes Weltkaprennen war das ich übertragen durfte und zum zweiten dass da ein junges Mädchen, ein blut junges Ein Talent, wie man damals gesagt hat.
00:00:26: Ein Rennen gewonnen hat, das ich vorher gar nie gekannt habe – die Annemarie Moser-Bröll und der Stern, der dann aufgegangen ist – das sage ich ganz offen und ehrlich jetzt im Ganzen – wäre ich nie vergessen, dass ich der war, der ihren ersten Sieg übertragen durfte und nach viele anderen noch.
00:00:44: Und es war der Beginn einer unglaublichen Karriere!
00:00:49: Robert Segar
00:00:51: Senior
00:00:52: Robert Seger-Junior
00:00:54: in Erinnerungen eines Norwegerpolis.
00:00:58: Grüß Gott und herzlich willkommen
00:01:00: bei der schon dritten Episode unseres Podcasts, Erinnerung eines Norvegerpolovers!
00:01:06: Wir sind...
00:01:07: ...Robert Seger Senior
00:01:09: Und ich, Robert Seeger Junior Der Sohn und wir beide erinnern uns hier gemeinsam an die merkwürdigsten Denkwürdigsten Spannendsten Kuriosesten Wildersten Lustigsten Sport Ereignisse aus der österreichischen Geschichte, der gut letzten sechzig Jahre.
00:01:28: Und immer mit einer ganz besonderen Verbindung, dass du lieber Papa all diese Sportereignisse nicht nur miterlebt hast, nämlich hautnahm miterlebte, sondern sie für uns kommentiert hast über das Fernsehen oder übers Radio zu uns nach Hause gebracht hast.
00:01:44: und heute reisen wir ganz weit in die Vergangenheit zurück an den Beginn der siebziger Jahre.
00:01:51: Heute verbinden dich ja auch viele, vor allem mit dem Norweger Pullover.
00:01:56: Wenn wir auch in einer anderen Episode mal klären warum du den norweger pullover anhast da ist es noch lange Zeit von den siebziger Jahren bis zum norwega pulli.
00:02:03: aber schauen wir uns doch mal ein bisschen an.
00:02:06: kannst du ungefähr abschätzen wie viele ski rennen du übertragen hast?
00:02:12: Skirennen kann ich genau abschätzen, denn ich habe Bücher geführt und die habe ich heute noch und hab das statistisch aufgearbeitet.
00:02:19: Ich habe einen Tausend und zweiundfünfzig Skirenn übertragen.
00:02:24: Das sind Weltkap-Skirenner natürlich in erster Linie.
00:02:27: es sind Weltmeisterschaften, es sind olympische Spiele und es sind noch ein paar andere Skiveranstaltungen gewesen, die ich gemacht habe.
00:02:36: Das war wie gesagt etwas besonderes.
00:02:39: der Zeitraum für Diese lange Zeit, bestand in den Sehnhundert und siebzig bis zwei Tausend und sechs war mein letztes Skirinnen.
00:02:49: Weißt du, gibt es auf der Welt Leute die mehr Skirinen übertragen haben?
00:02:52: Niemand!
00:02:53: Okay,
00:02:53: das kann man.
00:02:54: Ich
00:02:54: glaube ich darf das sogar sagen denn man hat versucht das festzustellen wer mehr oder weniger gemacht hat und da ist man bald.
00:03:03: dann bei fünf Hundert hat man schon gesagt das ist ja schon unendlich viel nicht?
00:03:07: Ja
00:03:08: klar Wahnsinn, unglaublich.
00:03:11: Und ich kann auch nur bestätigen die Bücher gibt es heute noch mit den Statistiken und immer schon ein großer Statistiker gewesen.
00:03:19: Ja wir sind damit mittendrin in unserer dritten Episode unseres Podcasts hier und diesmal reisen wir wirklich weit zurück.
00:03:28: Wir reisen so weit zurück dass ich noch gar nicht auf der Welt war.
00:03:31: das war sozusagen wirklich vor meiner vor meiner wirklichen Zeitzeit Zum siebzehnten Januar, neunzehnhundertsiebzig.
00:03:41: Nicht weit weg!
00:03:42: Wir nehmen heute den Graz auf nach Maribau ist ja nicht weit weg von hier.
00:03:46: damals allerdings was viel weiter weg zumindest gefühlt war es viel weiter Weg zu einem Riesentorlauf und dort das war das besondere Gewahn.
00:03:55: eine erst siebzenjährige Österreicherin erzählen uns doch Ein bisschen von diesem Tag da in Maribor.
00:04:04: Was ist, was ist da passiert?
00:04:06: Wie kam es dazu?
00:04:08: Ich muss offen und ehrlich sagen ich werde Maribore nie vergessen weil das war nicht nur mein erstes Skirennen dass ich machen durfte.
00:04:14: Ich konnte damals mit meinem Auto in Unterfahren meine Frau damals noch nicht verheiratet ist mitgefahren.
00:04:23: ihr habt sie gebraucht als Assistentin sozusagen die mir hilft.
00:04:26: du bist damals allein gewesen und hast niemanden gehabt weil ich hab noch Marie Bois und die Gemeinde in der Zentrale, das schaffst du selber auch.
00:04:35: Da ist es nicht so ein Problem!
00:04:37: Und wir fuhren ihn unter und dann gewinnt die Anne-Marie Pröll.
00:04:46: Die Anne-Marie war eigentlich immer auch ein aufgewecktes junges vernünftiges Madel.
00:04:56: Meine heutige Frau hat sie dann geholt Und hat sie zum Interview gebracht, wir haben da ein Interview gemacht und auch meine Frau hat immer gesagt.
00:05:04: Das ist eine die was werden wird!
00:05:07: Und sie hat das Gefühl richtig gehabt meine Frau dass die Anne Marie das Zeug in sich hat einer der größten zu werden.
00:05:13: und sie wurde dann auch in ihrer Zeit mit Abstand die Größte.
00:05:18: und ich bin dagegen Statistiken gleichzusetzen.
00:05:23: Das wäre ungerecht, denn die Anne-Marie hat in ihrer Zeit mit Abstand die meisten Erfolge Männer und Frauen geschafft – das muss man offen und ehrlich sagen!
00:05:33: Und später sind Disziplinen dazugekommen, dadurch hat sich viel verändert.
00:05:38: Aber Marie Bois wird mir immer in Erinnerung bleiben weil es einfach Am Bocharee, am sogenannten Bachern wie man gesagt hat.
00:05:47: bei uns war das einfach sehr gemütlich.
00:05:49: Es war eine Riesenstimmung es waren viele Zuschauer die da waren es sind auch viele aus der Steiermark und aus Kärnten gekommen.
00:05:56: die haben nicht weit zum fahren gehabt und haben sich dann gefreut eine neue österreichische Siegerin zu erleben denn die Annemarie war ja zu dem Zeitpunkt gerade erst Als Skiläuferin langsam bekannt geworden.
00:06:10: Sie hat ja bis zu dem Zeitpunkt noch kaum etwas gewonnen gehabt, das war ihr erster ganz großer Erfolg und ich muss offen und ehrlich sagen seit damals ist die Verbindung zur Annemarie immer eng geblieben und gut gebliben weil ich habe also so viele Siege von hier übertragen dürfen und wir haben auch immer enge Kontakte gepflegt, weil sie ein netter Mensch sind, ein guter Kerl Vielleicht auch ein bisschen, ein Typ wie Andere über die wir schon oft geredet haben.
00:06:39: Bescheiden eigentlich in Wahrheit, wie es darauf ankommt und das war sie immer.
00:06:43: Ja sehr spannend!
00:06:45: Es ist ja lustig wenn man zurückdenkt, ich wusste gar nicht dass die Mama damals mit war als Assistentin.
00:06:51: Wir müssten ja damals gleich alt gewesen sein beide knapp siebzehn kurz vor dem achtzehnten irgendwie so leben also quasi gleich alt damals gewesen nach Nach Maribor, du hast schon gesagt eine bescheidene Frau, die Anne-Marie Bröll.
00:07:08: Eine Ausnahmeschieläuferin war?
00:07:10: Hat man das?
00:07:11: Damals schon irgendwie kommen sehen?
00:07:13: hat man schon geahnt, dass die das Zeug hat zu einer ganz großen?
00:07:17: und wie ist es dann mit dieser Karriere eigentlich so weitergegangen?
00:07:21: Du hast ja gesagt du warst bei vielen großen Erfolgen
00:07:24: dabei.
00:07:24: Ich war bei vielen Erfolgendern Anemarie dabei natürlich weil in den ersten Jahren da habe ich auch Damen und Herren Rennen übertragen also die letzten zehn Jahre nur noch Herren rennen.
00:07:33: Also die Zeit der Annemarier hab' ich voll miterlebt und es war mir eigentlich immer ein Vergnügen.
00:07:38: Ich sage mal ganz offen und ehrlich zu den Damenrennern ist mal als junger Bursch gern gefahren, weil man Fäschemadeln auch da war.
00:07:44: Ich sage ganz offen und ehrlich was sympathisch und war nett und vor allen hat man damals und das muss ich noch offen und ehrlich dazu bekennen du hast damals viel mehr Kontakt zu den Sportlerinnen aber auch Sportlern gehabt, weil du hast teilweise in gleichen Hotels oder in gleichen Unterkünften gewohnt und der Kontakt war ein viel engerer.
00:08:06: heute sind die ja fast kassaniert Muss man oft und ehrlich sagen.
00:08:12: Ja, hat sich geändert in der Zeit.
00:08:14: auch da ist ein Profitum ein anderes Denken.
00:08:17: Da kam ein Manager dazu und jeder hat seinen eigenen Charakter.
00:08:24: Sie hat ja sechsmal den Gesamtweltcup gewonnen.
00:08:29: Am Ende dann wurde noch Olympiasiegerin... Was war die für einen Mensch?
00:08:37: Ein
00:08:39: Patenter-Kerl, ganz einfach gesagt.
00:08:41: Sie war ein Patenter Kerl mit der man alles Mögliche machen konnte.
00:08:48: Sie hat einfach respektiert auch Menschen die positiv über sie berichtet haben und die positiv den Skisport berichtet habe.
00:09:00: Und ich muss immer offen und ehrlich sagen es war auch mir immer ein Anliegen eigentlich, den Skisport hochleben zu lassen.
00:09:08: Denn die Menschen, die im Skisports dafür gesorgt haben, dass wir alle uns in diesem Land so gefreut haben über die vielen Erfolge – das waren einfache bescheidene Leute!
00:09:18: Die kommen sich irgendwo aus der Heimat her und die haben einfach zur Talent gehabt es zu haben.
00:09:25: und die einem rivau, einem mit einem besonderen Talent.
00:09:28: und ich sage immer noch heute würde ich jetzt sagen Die Animare hätte wahrscheinlich alle Rekorde gebrochen, die es überhaupt gibt.
00:09:37: Wenn sie A länger gefahren wäre und B wenn es den Super-Tschiff an Anfang angegeben hätte, war aber nicht!
00:09:43: Daher bleibt sie für mich immer eine der allergrößten die es je im Skisport gegeben hat.
00:09:49: Ja, und wenn man heute so ein bisschen zurückblickt, wie man das unvorstellbar, das wirst du auch noch wissen.
00:09:54: Sie hat einen Jahr.
00:09:56: Ist sie nicht gefahren?
00:09:58: weil sie ihren damals, glaube ich, Krebskrankenvater gepflegt hat.
00:10:01: Auch das könnte man sich heute gar nicht vorstellen oder relativ früh dann zum Skifahren aufgehört.
00:10:08: Ja, also das war ja damals eine Wahnsinnsgeschichte.
00:10:11: Ich sage ganz offen mit den Trainern in ihrer tollen Karriere und sie hat auch olympische Spiele verzichtet, die dann gefallen sind.
00:10:19: Zuhause?
00:10:20: Das muss man sich vorstellen!
00:10:22: Und ich muss sagen, das wäre heute undenkbar.
00:10:25: Es ließ ja auch kein Land dazu, dass einer Die schicken die besten Spezialisten und Ärzte hin, damit der Vater oder die Mutter der Wärme betreut wird.
00:10:34: Aber der Sportler darf doch nicht daheim bleiben, ne?
00:10:37: Ja, natürlich!
00:10:37: Das ist geblieben.
00:10:39: So ein Mensch war sie einfach.
00:10:40: Es war ja wichtig den Vater zu pflegen.
00:10:43: und dann komme ich wieder.
00:10:44: Und sie kam auch wieder... ...und sie hat die restlichen Erfolge, die sie noch nicht gehabt hat, dann erst geholt.
00:10:51: Du hast alles am Anfang schon gesagt, weil dieser erste Sieg, der Anne-Marie, also dein erstes Ski rennen dass du so übertragen hast zumindest im weltkab das war so ein bisschen dein dein beginn der der skikarriere.
00:11:06: erstens wie kam es überhaupt dazu, dass du das überdrogen hast?
00:11:10: und weißt du noch war das.
00:11:12: War das Fernsehen, war das Radio?
00:11:14: und wie kann man sie eigentlich damals so eine Übertragung auch vorstellen?
00:11:17: Weil wenn du heute zuschaust dann sagst du ja okay du siehst eh von oben bis unten sieben oder zwanzig Zwischenzeiten.
00:11:23: Du brauchst gar nicht mehr viel dazu sagen da kriege ich als Zuschauer schon sehr viel mit.
00:11:28: Wie improvisiert oder wie professionell warst du schon in den Seventinen?
00:11:32: Also wenn ich ganz ehrlich bin... Es war viel herausfordernder als heute.
00:11:37: Heute sitzt du in einer Kabine, ist schön warm, damals bist du draußen gestanden.
00:11:41: Draußen ist man
00:11:43: gestanden!
00:11:43: Natürlich daraus gab es noch eine Kabine und da hast du ein Tischel gehabt und theoretisch an Sessler.
00:11:48: aber du bist eh gestanden und vor dir war ein kleiner Bildschirm auf demst eh kaum viel gesehen hast, aber du hast Gott sei Dank auf den Berg relativ viel gesehen und die große Anzeige dafür.
00:11:59: das war immer das Wichtigste dass du die Anzeigetafel gesehen hast.
00:12:03: Du musst es als Kommentator immer dort wo stehen, wo die Anzeitgetafeln nehmen ist damit du da mitschauen kannst.
00:12:09: Das war das.
00:12:10: und dann schaust du mit und schaunst auf die Zwischenzeiten und schaut wieder auf die Strecke und schaut wie sie fährt.
00:12:15: und du siehst wieder ein bisschen was und sagst Achtung!
00:12:17: Ein bisschen hängenblicken aber geht schon weiter.
00:12:18: und jetzt kommt sie da runter.
00:12:19: Nächste Tor, rechte Tor, linkes Tor.
00:12:21: und gut gemacht jetzt.
00:12:22: und jetzt kommen Sie herunter noch vier Tore bis zum Ziel und dann kommt die Anne-Marie jetzt im Ziel.
00:12:34: Wenn man heute eine verlorene Kunst eigentlich ist, ist ja die Sportübertragung im Radio.
00:12:42: Das gibt es ja heute in Wahrheit nicht mehr.
00:12:46: Wie ist denn der Unterschied ob man im Fernsehen oder im Radio überträgt?
00:12:49: Ich sage ganz offen wenn du im Radio beginnst und das Glück hast zuerst zu machen und das hatte ich, weil damals war Radio noch wichtig.
00:12:59: Heute fang kaum einer der was wie im Radio an!
00:13:03: Dann hast du es im Fernsehen leichter, weil das einzige was du dann im Fernsehn machen musst wenn du vorher radio kannst und gut radio kannst, nehm dich ein bisschen zurück und lasst ein paar Worte weg wenn du jetzt im Fernsee bist.
00:13:18: daher sage ich immer Ich bedanke mich bei allen die mich Für das Radio, wo wir hingeschickt haben und dass ich einige Jahre lang auch Radio-Rennen übertragen durfte.
00:13:27: Fußball und Ski natürlich!
00:13:29: Und es war ein richtiges Vergnügen, sage ich ganz offen.
00:13:32: Später dann ist es der Leicht gefallen, das da nicht mehr zu machen.
00:13:35: aber trotzdem zurückzukommen auf Maribor, das sage ich sehr offen.
00:13:41: Es war damals eine tolle Stimmung da unten, weil die hatten damals gute jugoslawische Läuferinnen Kärntener und Steirer in Untergefahren angereist.
00:13:54: Das war ja nicht weit, ein paar Kilometer von der Grenze weg!
00:13:58: Und es war eigentlich eine tolle Stimmung und die hat mich eigentlich sehr gefreut.
00:14:02: und vielleicht haben sich die einen oder anderen meiner ehemaligen Kollegen dann gejagert das Zock am Schickzen Säger weil der ist von der Steiermark, da fuhr er mir nicht runter in des Jugo.
00:14:19: Und dann darfst du doch Jugo fahren und erlebst eine Sternstunde oder sozusagen die sportliche Geburt eines Superstars.
00:14:29: Ja, dieser Superstar ist ja so interessant weil wenn Du das mit heutigen Karrieren vergleichst also heute wäre die Annemarie Preul, die Annimarie Moserpreul wie sie nach der Heiratgeheisen hat.
00:14:44: Sie ist ja, sie wäre die Linse von die Mikraela Schiffrin und jetzt muss ich vorstellen.
00:14:49: Die hört dann auf mit dem Skisport und hat ein Kaffeehaus und arbeitet im Kaffehaus und da hat man sich glaube ich noch gekannt.
00:14:56: Ich glaube sie hat jahrelang gemacht eine Waschmittelwerbung oder irgend so was mit ihm.
00:15:01: aber das ist auch Was für ein bescheidener Lebenswandel auch nachher.
00:15:07: Stellt euch vor, die Lindsay Warn hätte in irgendwo, in Whale... Das wäre so das Portal Clans Café-Haus!
00:15:13: Also es ist ja nicht vorstellbar.
00:15:16: Was für Erinnerungen verbinden dich mit der Anne Marie und hast du heute?
00:15:21: Hat man mit ihr später noch Kontakt nach der Karriere eigentlich?
00:15:24: Ich sage ganz offen Wenn man sich trifft und wenn man sich sieht um Ort, man freut sich und sagt Servus und net und herrliche alte Verbindung.
00:15:33: aber einen richtigen Kontakt hat man nicht mehr in dem Sinn weil auch sie sich selber sehr zurückgezogen hat.
00:15:39: Und dieses bescheidene Leben das er eigentlich vorher immer gehabt hat hat sie dann weitergeführt, denn genau wie du richtig gesagt hast.
00:15:47: Sie hat der Café ausgeführt und das hat sie ja nicht noch gehabt im Grunde bei all den Erfolgen die sich da schon hatte.
00:15:53: aber sie wollte das machen und ich muss sagen solche Menschen sind jene wo man sagen muss Hut ab und Respekt und eine davon ist die Anne-Marie Moser Bröll immer gewesen.
00:16:09: Du hast am Anfang schon gesagt Man kann epochenschwer vergleichen, das ist klar.
00:16:14: der Sport hat sich in einer Art weiterentwickelt vom Material über die Technik.
00:16:19: Wenn du heute Skirennen anschaust in den Siebzigerjahren, hat es nichts zu tun wie die Heute Slalom fahren oder was auch immer.
00:16:25: Das hat sich einfach von den Schienen und von allem so gewandelt.
00:16:31: aber wenn man trotzdem ein bisschen einen Vergleich sozusagen hier herstellen würde Wäre die Annemarie Moser-Bröll auch heute noch eine Topfahrerin, würde sie mitfahren?
00:16:41: Mit den Schiffrins und Wons.
00:16:45: Hundertprozentig!
00:16:46: Da mache ich mir gar keine Gedanken.
00:16:48: also... Die Annemarre Moser Bröll war einfach einer der wenigen Skisportlerinnen, die alles konnte.
00:16:59: Sie hat ja auch Slalom gewonnen, darf man nicht vergessen.
00:17:01: Nicht viele weil es hier dann auch nicht mehr so viel gefahren ist aber jetzt alle Disziplinen gewonnen.
00:17:06: Und sie war eine so perfekte Skiläuferin, dass man sagen muss, Sie wäre heute, wäre sie zwanzig Jahre später auf die Welt gekommen.
00:17:16: Wahrscheinlich ähnlich gut wie damals.
00:17:18: und ich muss sagen das sind die Ausnahmerscheinungen des Sports und das macht er letztlich auch den Sport im Haus!
00:17:25: Wenn es nicht solche Superstars unter Anführungszeichen gibt, die nebenbei noch ehrliche, einfache, sympathische Menschen sind dann debt man sich ja gar nicht zu freuen.
00:17:35: Das ist richtig.
00:17:37: Es muss ja nicht jeder wieder Christian Oronaldo sein, der dann völlig abgehoben in nur drei Stunden am Stück schlaft oder ähnliches.
00:17:44: da sind uns diese echten Naturmedels und Burschen vielleicht schon ein bisschen lieber zum Schluss.
00:17:53: vielleicht steht nicht im Skript aber ich glaube du kannst spontan auch darauf antworten.
00:17:57: Du hast gesagt So in den siebziger Jahren, wie du begonnen hast mit dem Skisport war man viel näher an den Sportlerinnen und den Sportlern dran.
00:18:07: Wie war da ... War das ein freundschaftlicher Kontakt?
00:18:09: Ist man dort zusammengesessen am Arm?
00:18:12: Wie war das?
00:18:12: Und dann gibt es ja auch wilde Geschichten natürlich rund um den Heinz-Krisenmann und so.
00:18:17: aber ernst oder?
00:18:19: Ja ich sage einmal offen Es war einfach Der Skisport.
00:18:24: Darum habe ich den auch so geliebt.
00:18:26: zum Fussball, der nicht genau so mochte als Fuß und Sportart.
00:18:31: aber das Persönliche hast du nur im Skisports gehabt.
00:18:34: Du bist mit den Menschen egal ob die Männer oder Frauen waren, du bist mit ihnen bei Sammern gewesen.
00:18:39: Du hast in dem gleichen Hotel zumindest mit einer eigenen Mannschaft gewohnt oder vielleicht zufällig im gleichen Hotel wo da Ingema war.
00:18:46: Du bist hingegangen und hattem Ingema die Handgemaß mit ihm zwei drei Sätze gesprochen hat er gemacht, hat er akzeptiert?
00:18:53: Keiner der abgehoben wäre, war anders.
00:18:56: Muss man kurz sagen, glaube ich nicht jeder weiß.
00:18:59: Ingemas Denmark
00:19:01: mit
00:19:01: über achtzig Siegen der
00:19:03: erfolgreichste
00:19:05: männliche Schifffahrer
00:19:07: aller
00:19:07: Zeiten in Schweizer, aber Schwede...
00:19:09: Ja, ja.
00:19:10: Ist er gewesen und ich muss sagen zu ihm war immer ein gutes Feildes und wenn ich ihn später getroffen habe – und das hat mich besonders gefreut – nach Jahren später, wenn er irgendwo noch am Laufgetaucht ist, dann ist er gekommen und hat mich begrüßt und hat sich an mich noch erinnert!
00:19:24: Und das hat mir besonders freut.
00:19:27: Natürlich haben wir gedacht, wenn du einen der Achtzgesiege hat und du von dem Sechzig übertragst Sechzigmal, damals als Mikrohinholzter als Reporter zu seinem Sieg und damals hast du ja als Reporter auch die Interview selber gemacht zum Montag zu heute.
00:19:44: Dann kann er die kennen oder?
00:19:46: Natürlich, ja.
00:19:47: War das eigentlich vielleicht... Schließt man mit dem jetzt sozusagen ab damit wir uns das auch vorstellen können?
00:19:52: Wir wissen alle wie heute Ski-Übertragungen sind.
00:19:54: da steht einer quasi der Präsentor oder der Moderator, wie man heute sagt, der begrüßt und dann gibt's zum Kommentator und er redet und dann gibts wieder zurück die Interview und die Leute.
00:20:04: Aber war damals diese Interviews, waren die trotzdem live gleich bei dem Rennen dabei?
00:20:10: Und wie kam man denn von dem stehenden, kreuten Platz zu dem Sportler.
00:20:15: Wie ist das passiert?
00:20:16: Also ursprünglich hat man die Interviews nachher gemacht.
00:20:20: Nach Ende des Rennens bist du rausgegangen aus der Kabine und dann hast ... Du hast die angestellt, das war ja damals nicht so einfach.
00:20:28: Da hat es dann eine Stelle gegeben wo alle Stationen, Schweiz, Italien, Frankreich
00:20:34: etc.,
00:20:34: Interviews gemacht haben und je nachdem wie du dich angemeldet hast, hast du dann die Position gehabt.
00:20:40: Wenn's kommt, du hast die Position sechs, da musst natürlich schon ein bisschen beschissen!
00:20:44: Warum?
00:20:46: Weil die Läuferinnen oder Läufen, die dort waren, die waren ja schon angefressen.
00:20:51: Teilweise wollten sie endlich gehen und alles.
00:20:55: Und das Schlimmste war für mich als Österreicher Gott sei Dank war das so selten der Fall wenn du jetzt nur die Stadt Nummer sechs gehabt hast zum Interview und die Österreicher haben an dem Tag versammelt Da war keiner mehr da.
00:21:09: Da hast du keinen mehr gesehen, du konntest keine mehr interviewen.
00:21:13: Hast halt dann irgendwie den Sieger noch genommen der war willig und kommt her aber an Österreicher hast du auch nicht
00:21:19: mehr...
00:21:20: Die waren
00:21:21: halt schon wieder dahin ja!
00:21:24: Das war auch für uns.
00:21:25: Damit sind wir dahinsitzen, allerdings nicht in der Kälte sondern sitzen Gott sei Dank im Warmen.
00:21:31: Du mir ging über im Norweger Pullover klären wir ein anderes Mal auf!
00:21:34: Das wars auch schon die dritte Episode.
00:21:37: ich hoffe ihr habt Spaß gehabt bei diesem ganz weiten Sprung in die Vergangenheit.
00:21:43: das ist ja über fünfzig Jahre jetzt her.
00:21:46: das muss man sich immer mal vorstellen.
00:21:48: verrückt eigentlich Aber trotzdem ein spannendes Prägen des Ereignisses heute.
00:21:54: Ich hoffe, es hat euch gefallen!
00:21:57: Wir kommen sicherlich wieder in den nächsten Episoden.
00:21:59: Es gibt noch so viele Spannende Ereignisse, die du übertragen hast und da werden uns sicher noch das eine oder andere einfallen.
00:22:07: Gerne auch einen Wunsch dalassen wenn ihr einen Wunscht habt nach einer ganz besonderen Episode was euch wichtig ist.
00:22:12: Sturm werden wir nochmal machen.
00:22:13: auf jeden Fall in diesem Sinne.
00:22:15: ciao boba auf Wiedersehen!
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